wohin, wenn nicht nach Dänemark …?

28.Mai –> Das Pfingstwochenende steht bevor und Corona bestimmt immer noch den Alltag. Dänemarks Grenzen sind für uns Segler und auch alle anderen noch geschlossen, was sollen wir also machen? PATCHWORK’X will bewegt werden und wir wollen segeln geh’n! Die Crew der Ostwind will morgen nach Wendtorf segeln. Wendtorf? … wollen wir da auch hin? Irgendwie hat es überhaupt keinen Reiz für uns. Am nächsten Tag legen wir um 1420 in Damp ab. Die Ostwind ist da schon seit knapp 2 Stunden unterwegs und hält tatsächlich auf Wendtorf zu. Julia und ich gucken uns an. Wir stellen uns wieder die gleiche Frage wie gestern: Wollen wir wirklich nach Wendtorf?? NEIN! Der Wind ist gut! 060° mit 07 kts, das Sperrgebiet vor Todendorf und Putlos nicht aktiv. Wir segeln heute nach Heiligenhafen, lautet unsere Entscheidung.

Ich bekam die Aufgabe mit dem Skipper der Ostwind Kontakt aufzunehmen und ihn von seinem Plan abzubringen, was mir tatsächlich auch ziemlich zügig gelang. Jetzt hieß es, Meilen aufholen. Der Code0 wurde angeschlagen, der Kurs abgesteckt. Bei halben Wind ging es im Schnitt mit 6,5 – 7 Kts der Ostwind hinterher. Gegen 2030 Uhr waren wir an der Landzunge Graswarder Heiligenhafen, nahmen die Segel runter und motorten die letzte Seemeile in den Hafen. Die Ostwind lag bereits seit ca 1 Std hier und hatte einen Platz neben sich für uns reserviert.

Am nächsten Tag spazierten wir durch Heiligenhafen. Unsere Ziele waren die neu gestaltete Promenade, der Strand mit der Seebrücke, die Einkaufsstraße, sowie der Fischereihafen …

Am 31.05. verlassen wir um 0945 Uhr, zusammen mit der Ostwind, Heiligenhafen. Unser gemeinsames Ziel für heute ist Strande, da Julia und ich Julias Tante und Ihren Cousin aus Lüneburg eingeladen haben, Sie sollen nun auch endlich mal in den Genuss kommen, mit uns zu segeln. Die Sonne schien und 10 kts Wind aus NNO sorgten für einen entspannten Törn über die Hohwachter Bucht in die Kieler Förde.

Halo um die Sonne

In Strande angekommen, kamen auch schon kurze Zeit später Christel und Steff zum ersten Mal zu uns an Bord. Wir klönten entspannt und die Frauen tranken gemeinsam Kaffee und wir gönnten uns ein Bier, denn segeln wollten wir erst morgen. Abends hatten wir uns mit der Ostwind-Crew zum Essen im Kaiser’s verabredet.

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Strandhotel, kamen Christel und Steff zu uns an Bord. Schon kurze Zeit später hieß es Leinen los. Wir setzten die Segel und bei Wind aus NNO mit 10-12 kts segelten wir zuerst in die Kieler Förde. Vorbei am Leuchtturm Friedrichsort, der Schleuse Kiel Holtenau und dem Kieler Yacht-Club segelten wir bis zur Werft German Naval Yards (TKMS – ehemals HDW). Dort drehten wir um und kreuzten die Förde hinaus bis kurz vor den Kieler Leuchtturm. Nach 3 Std auf dem Wasser machten wir wieder im Strander Hafen fest. Es war ein wunderschöner Tag auf dem Wasser, war die einhellige Meinung. Tagsdrauf segelten wir, nur noch mit Hannah an Bord, nach Kappeln. Nur ein laues Lüftchen wehte aus NO mit 05 kts. Bis zur Sperrgebietstonne G5 vor Schönhagen konnten wir noch segeln. Ab da ging es nur noch unter Motor weiter. Warum wir nicht direkt nach Damp gesegelt, sondern freiwillig motort sind? Wir hatten schließlich noch einen weiteren Tag frei und das wollten wir genießen. Am 03.06. ging es dann aus der Schlei zurück nach Damp. Bei halben Wind war die Strecke bereits nach 1h40 erledigt.

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