Sommerurlaub 2019 … Teil 3/10

08. Jul 2019: Tschüss Stralsund. Schön war es hier und wir kommen sicher mal wieder.

Stralsund

Um 1000 Uhr hieß es gemeinsam mit der Ostwind: Leinen los. Der Wind pustete mit guten 12-15 kts aus 300 Grad. Wir entschieden uns, erstmal nur mit der Fock für 4nm Richtung Norden zu segeln, denn ab da ging es durch das enge Fahrwasser, gegen den Wind, nach Barhöft. Der Wind frischte immer weiter auf und die Ostwind entschied sich gegen den Törn nach Warnemünde und machte in Barhöft fest. Im Nachhinein keine ganz schlechte Entscheidung, wie sich im Laufe der Überfahrt noch herausstellen sollte. Für uns aber ging es weiter durch die engen Fahrwasser der Boddenlandschaft, vorbei an der Südspitze von Hiddensee zurück auf die Ostsee. Die erwartete uns mittlerweile mit einem durchaus beachtlichen Seegang. Nun hieß es aber erstmal: Fock raus und Hiddensee querab nach Norden segeln, damit wir aus dem Fahrwasser kommen und unser Groß setzen können. Unser Plan war, so hoch am Wind wie möglich, bis zur Höhe der Ansteuerungstonne “Gellen” auf dem Steuerbordbug zu segeln. Eine Wende fahren, um dann am Darß vorbeizukommen. Leider war die See, der Wind und die Strömung nicht auf unserer Seite, sodass wir mit 5 Kreuzschlägen erst am Darß vorbeikamen. Die Wellen hatten mittlerweile eine Höhe von bis zu 3m und der Wind drehte immer weiter Richtung West, was für unseren Kurs Richtung Warnemünde echt suboptimal war. Das Großsegel wurde inzwischen im 2. Reff gefahren und unsere Bootspeed lag trotzdem bei guten 8,5 Kts! Die ein oder andere Welle kam dabei natürlich auch übers Schiff und so saß Julia nass und fröstelnd nahe der Sprayhood und ich stand wie ein begossener Pudel hinterm Steuerrad. Endlich kam Warnemünde in Sicht und die Sonne neigte sich langsam Richtung Horizont. In der Hafeneinfahrt vom Yachthafen Hohe Düne nahmen wir dann auch erst das Groß runter und klarierten das Schiff, um alles fürs Anlegen vorzubereiten. Um 2230 machten wir dann endlich nach 79nm an Steg C fest. Geschafft! Völlig kaputt fielen wir in unsere Koje.

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Sommerurlaub 2019 … Teil 2/10

01. Jul 2019: Eigentlich sollte unsere Reise von hier aus nach Bornholm weitergehen. Der ständige, starke West bis Nordwest machte uns aber einen Strich durch die Rechnung, denn alles was wir gen Osten segeln, müssen wir auch nach Westen zurück machen, um später unsere Kids in Neustadt aufnehmen zu können. Also entschieden wir uns für einen Hafentag in Sassnitz. Abends kam dann eine WhatsApp von der Crew der Ostwind. Sie wollten am nächsten Tag von Greifswald nach Sassnitz starten. Also entschlossen Julia und ich uns für einen weiteren Tag in Sassnitz. Das Wetter war sonnig und trocken, nur der Wind wehte weiterhin mit bis zu 25kts aus westlicher Richtung. Auch die Ostwind (eine dehler 34) wollte tagsdrauf eigentlich mit uns nach Bornholm segeln, doch unser Entschluß lautete: wir streichen Bornholm. Der ständige Westwind (Vorhersage für die nächsten 10 Tage) hat uns davon überzeugt, dieses Vorhaben zu vertagen. Was aber nun? Bei Nordwest hoch ran nach Ystad oder kreuzen nach Klintholm? Irgendwie kam nichts davon so richtig in Frage. Also entschlossen wir uns, gemeinsam mit der Ostwind nach Greifswald zu segeln. Abends guckten wir uns aber noch die Störtebeker Festspiele an, die wir gerne weiterempfehlen.

03. Jul 2019: Um 1000 Uhr legten wir ca. 12min nach der Ostwind in Sassnitz ab. Noch im Vorhafen setzten Julia und ich das Großsegel unserer pacer 376. Vorsichtshalber aber gleich im ersten Reff, denn der Wind pustete schon mit ordentlichen 17kts aus 290 Grad. Eine gute Entscheidung. Bei einem Kurs von 153 Grad ging es mit bis zu 11kts SoG Richtung Landspitze Nordperd. Dort angekommen, mussten wir den Kurs auf ca. 200 Grad ändern, um in das betonnte Fahrwasser vor dem Biosphärenreservat Südost Rügen segeln zu können. Kurz bevor wir das Fahrwasser erreichten, hatten wir dann auch die Ostwind, die bis dahin unter Vollzeug segelte, eingeholt.

Leider drehte hier auch noch der Wind zu unser aller Ungunsten und nahm kräftig zu. Der mittlere Wind wehte mittlerweile konstant mit 22kts, die Böen mit bis zu 28kts. Nur noch 11nm bis nach Wieck. Der Bodden empfing uns mit einer Welle, die ich dort nicht für möglich gehalten hätte. Gegen 1430 Uhr erreichten wir das Sperrwerk Greifswald und nahmen zuvor im Fahrwasser von Dänische Wieck schon das Groß runter (hier hatten wir wenigstens noch ein bisschen mehr Platz bzgl. unseres Tiefgangs). Vor der Klappbrücke Wieck machten wir dann an den Dalben fest und warteten 45min bis zu deren Öffnung. Geschafft! Jetzt nur noch die letzten 40min motoren und entspannt in Greifswald festmachen.

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Sommerurlaub 2019 … Teil 1/10

Am 28. Juni war es endlich soweit. Der letzte Arbeitstag war geschafft. Das Auto wurde mit all dem nötigen Zeug, für einen 6-wöchigen Segeltörn gepackt. SUP-Board, Aussenbord-Motor, Dinghy, Klamotten, ein paar Vorräte, sowie diversen Getränken.

Ja, ihr habt richtig gelesen: 6 Wochen sollten wir dieses Jahr am Stück frei haben. Die ersten 14 Tage waren wir nur zu zweit unterwegs. Unsere Kids werden ab dem 14.07. in Neustadt, für die kommenden 3 Wochen, zu uns an Bord kommen.

Also starteten Julia und ich am 29.06. in Damp. Die erste Etappe, mit dem großen Ziel Bornholm, sollte Gedser sein. Leider verließ uns der Wind Höhe Fehmarn, so dass wir uns entschlossen, Rodbyhavn anzusteuern. Für eine Nacht konnte man hier gut mal festmachen und in fußläufiger Entfernung gibt es auch einen kleinen Brugsen. Abends entschieden wir uns für einen “Frühstart” am nächsten Morgen. Gesagt, getan. Am 30.06. klingelte also der Wecker um 0400 Uhr. Gegen 0500 Uhr, dann mit Sonnenaufgang, hieß es: Leinen los und Segel setzen.

30.06.2019 05:55 Uhr

Das Ziel für heute: Sassnitz. Anfangs lief unsere Pacer 376 wie “geschnitten Brot”. Mit durchschnittlich 7,5kts SoG ging es an den Winparks Richtung Gedser vorbei. Nachdem wir die Kadetrinne gekreuzt hatten und Darßer Ort querab kam, konnten wir den Code0 setzen. Der Wind hatte zwischenzeitlich abgenommen und wehte nur noch mit 8kts. Bis zum Leuchtturm Dornbusch auf Hiddensee, ging es daher nur langsam voran. Als wir Kap Arkona näher kamen, nahm auch der Wind wieder zu. Aus 8kts wurden plötzlich 20kts. Der Code0 musste weg und zwar schnell. Kaum hatten wir das Tuch eingerollt, kamen auch schon die nächsten Böen mit über 27kts um die Ecke! Wir gingen also kurz höher an den Wind und fierten die Großschot, um das Großsegel zu reffen. Kaum waren wir damit fertig und fielen auf unseren Kurs raumschots ab, bliesen schon Böen mit bis zu 38kts in das Tuch. Für uns war klar, das Groß muss weg! Dies gestaltete sich dann aber ein wenig schwieriger, da wir mittlerweile eine See von ca. 1,5m hatten. Nachdem das Groß geborgen war, entschieden wir uns nach kurzer Fahrt unter Motor, doch die Fock auszurollen.

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LzdM 2019 oder nicht Laufen ist auch nicht schlimm

25. Mai 2019: Heute treffen wir uns mit der Crew der #meins. Eigentlich wollten sie ja bis in ihren Heimathafen segeln aber E-Probleme in der Schleuse Holtenau sorgten dafür, dass ein Abstecher nach Damp notwendig war. Das Wetter zeigte sich zudem auch nicht von seiner besten Seite, wehte der Wind doch mit bis zu 6 Bft aus NW. Leicht durchgefroren machte #meins dann um 1530 Uhr an Steg B fest.

#meins nach einer stürmischen Überfahrt im sicheren Hafen von Damp

Nachdem das erste Festmacherbier auf dem Steg getrunken war, entschieden wir uns für einen kleinen Spaziergang zum Ziel des Lauf zwischen den Meeren. Gegen 1730 Uhr überkam uns alle ein kleines Hüngerchen. Wir machten uns also auf den Weg zurück zu unserem Schiff. Hatten Julia und ich doch feinste Fischkonserven aus La Rochelle und Sahne und Steffen den passenden, leckeren MOET Rosé mitgebracht. Es wurde ein sehr lustiger Abend und ein neues “In-Getränk” wurde kreiert:

Folgende Wortspiele sind uns dazu eingefallen:

MOET Sprite ist das Leben leichter

Wenn nichts “Meer” geht – MOET-Sprite geht’s immer