Sommerurlaub 2019 … Teil 7/10

23.Juli.2019 Es ist 0530 als wir ablegen. Die Kids schliefen noch unter Deck und das Wetter war nur mäßig. Der Himmel war grau in grau, es nieselte und der Wind kam aus einer anderen Richtung als vorhergesagt. Warum aber nun so früh? Das ist einfach zu erklären: Wir haben 61nm vor uns und unser Ziel heißt ANHOLT. Nachdem wir den Hafen verlassen hatten und die Segel gesetzt waren, merkten wir schnell: DAS wird ein anstrengender Törn. Der Wind wehte aus WNW-licher Richtung mit ca. 12-15kts. Aber was bedeutete das? Um aus dem Öresund rauszukommen mussten wir Kreuzen, leider hatte sich eine sehr unangenehme Dünung aufgebaut, sodass für unsere Kinder an Schlaf nicht mehr zu denken war. Nach ungefähr 13nm und 2 von 3 Kindern mit “grünen” Gesichtern, hegten wir den Plan den Kurs zu ändern, um Gilleleje anzusteuern. Doch was soll ich sagen: Trotz latenter Übelkeit aller Kids, beschlossen sie, dass unser heutiges Tagesziel weiterhin ANHOLT heißen soll. Zu unser aller Glück drehte der Wind auf 260 Grad und trieb uns fortan mit durchschnittlich 7,5kts Richtung NNW. Auch das Wetter wurde immer besser, die Sonne kam raus und begleitete uns auf unser Überfahrt. Mittlerweile, es war so um die Mittagszeit, erholte sich die Crew erst einmal bei einem Nickerchen von den morgendlichen Strapazen …..

Jetzt waren es nur noch 14nm bis zum Ziel. Am Horizont konnte man Backbord voraus langsam den Windpark Anholt Offshore erkennen und Steurerbord voraus, da trat schämenhaft die Silhouette von ANHOLT hervor. 🙂 Doch leider nahm der Wind immer weiter ab, sodass wir die letzten 10nm sogar motoren mussten.

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Sommerurlaub 2019 … Teil 6/10

21.Jul.2019 Nachdem wir am gestrigen Tage unsere 4 stündige Power-Sightseeing Tour durch Kopenhagen beendet hatten, wollten 3 der 5 Crew-Mitglieder keinen weiteren Tag in Dänemarks Hauptstadt verbingen. Also hieß es um 0750 “Leinen los”. Ziel sollte zum erstmal Schweden sein. Nachdem wir doch im Hansa Park den Kärnan gefahren sind, wollten wir uns diesen doch mal in original angucken. Bei leichten Winden mit 7kts aus SSW, segelten wir die 24nm bis nach Helsingborg und legten um 1300 in der Norra Hamnen Marina AB an.

Da war er nun, der Kärnan. Nur 10min zu Fuss vom Hafen entfernt und dennoch trennten uns aktuell noch ca. 270 Treppenstufen vom eigentlichen Ziel, dem Turm. Treppenstufen!!! War da nicht was? Genau, hatten wir doch erst vor ein paar Tagen Dänemarks längste Treppe in Mön Klint bezwungen. Egal, die Crew war hoch motiviert und so erklommen wir gemeinsam die alte Festung.

Zur Belohnung gab es dann diesen herrlichen Ausblick über Helsingborg (SWE) bis nach Helsingör (DK)

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Sommerurlaub 2019 … Teil 5/10

19.Jul.2019 Nachdem wir gestern “alle” Treppen von Mön Klint erklommen hatten, hieß es heute um 0810 Uhr Leinen los. Unser heutiges Ziel: das 26nm entfernte Rodvig. Bei nur mäßigem Wind von 9kts aus 160 Grad fiel die Wahl der Segel, ganz klar zu Gunsten unseres Spi aus.

Julia hatte nicht nur das Steuer fest im Griff, nein auch die Kamera war immer stets griffbereit. Nach knapp 5h auf See hatten wir gegen 1300 Uhr die “freie Auswahl” in der Marina Rodvig. Mit jeder weiteren Stunde aber füllte sich der Hafen zusehend. Wir beschlossen einen kleinen Bummel durch den Ort zu unternehmen und begleiteten die Kinder zuvor noch zur Badestelle. Leider gabt es hier nur einen Steinstrand. Dafür führte aber ein langer Steg mit Badeleiter ins Wasser und die Kids genossen das kühle Nass.

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Sommerurlaub 2019 … Teil 4/10

16. Jul. 2019 Um 0930 hieß es: Leinen los! Unser heutiges Ziel ist Gedser. 53nm liegen vor uns. Der Wettergott und Neptun hatten uns guten Wind beschert, sodass wir Höhe Fehmarn überlegten, nicht doch nach Burgtiefe zu gehen, um dort festzumachen. Aber die Crew sprach sich dagegen aus und der Wind pustete weiterhin aus 330 Grad mit durchschnittlich 16 kts, was für eine rasante Überfahrt sorgte. Nach nur 8h15min und einer Topspeed von 9,2kts, machten wir um 1715 Uhr im Hafen von Gedser fest.

17. Jul. 2019 Eigentlich wollten wir nach dem gestrigen Schlag einen Tag Pause machen aber Gedser war für uns dann doch nicht der richtige Hafen, um noch eine weitere Nacht zu bleiben. Also entschlossen wir uns nach Klintholm zu segeln. Der Wind war uns wohl gesonnen und wehte mit ca. 10 kts aus 230 Grad. Ideale Bedingungen, um nur den Spi zu setzen.

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Sommerurlaub 2019 … Teil 2/10

01. Jul 2019: Eigentlich sollte unsere Reise von hier aus nach Bornholm weitergehen. Der ständige, starke West bis Nordwest machte uns aber einen Strich durch die Rechnung, denn alles was wir gen Osten segeln, müssen wir auch nach Westen zurück machen, um später unsere Kids in Neustadt aufnehmen zu können. Also entschieden wir uns für einen Hafentag in Sassnitz. Abends kam dann eine WhatsApp von der Crew der Ostwind. Sie wollten am nächsten Tag von Greifswald nach Sassnitz starten. Also entschlossen Julia und ich uns für einen weiteren Tag in Sassnitz. Das Wetter war sonnig und trocken, nur der Wind wehte weiterhin mit bis zu 25kts aus westlicher Richtung. Auch die Ostwind (eine dehler 34) wollte tagsdrauf eigentlich mit uns nach Bornholm segeln, doch unser Entschluß lautete: wir streichen Bornholm. Der ständige Westwind (Vorhersage für die nächsten 10 Tage) hat uns davon überzeugt, dieses Vorhaben zu vertagen. Was aber nun? Bei Nordwest hoch ran nach Ystad oder kreuzen nach Klintholm? Irgendwie kam nichts davon so richtig in Frage. Also entschlossen wir uns, gemeinsam mit der Ostwind nach Greifswald zu segeln. Abends guckten wir uns aber noch die Störtebeker Festspiele an, die wir gerne weiterempfehlen.

03. Jul 2019: Um 1000 Uhr legten wir ca. 12min nach der Ostwind in Sassnitz ab. Noch im Vorhafen setzten Julia und ich das Großsegel unserer pacer 376. Vorsichtshalber aber gleich im ersten Reff, denn der Wind pustete schon mit ordentlichen 17kts aus 290 Grad. Eine gute Entscheidung. Bei einem Kurs von 153 Grad ging es mit bis zu 11kts SoG Richtung Landspitze Nordperd. Dort angekommen, mussten wir den Kurs auf ca. 200 Grad ändern, um in das betonnte Fahrwasser vor dem Biosphärenreservat Südost Rügen segeln zu können. Kurz bevor wir das Fahrwasser erreichten, hatten wir dann auch die Ostwind, die bis dahin unter Vollzeug segelte, eingeholt.

Leider drehte hier auch noch der Wind zu unser aller Ungunsten und nahm kräftig zu. Der mittlere Wind wehte mittlerweile konstant mit 22kts, die Böen mit bis zu 28kts. Nur noch 11nm bis nach Wieck. Der Bodden empfing uns mit einer Welle, die ich dort nicht für möglich gehalten hätte. Gegen 1430 Uhr erreichten wir das Sperrwerk Greifswald und nahmen zuvor im Fahrwasser von Dänische Wieck schon das Groß runter (hier hatten wir wenigstens noch ein bisschen mehr Platz bzgl. unseres Tiefgangs). Vor der Klappbrücke Wieck machten wir dann an den Dalben fest und warteten 45min bis zu deren Öffnung. Geschafft! Jetzt nur noch die letzten 40min motoren und entspannt in Greifswald festmachen.

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