wohin, wenn nicht nach Dänemark …?

28.Mai –> Das Pfingstwochenende steht bevor und Corona bestimmt immer noch den Alltag. Dänemarks Grenzen sind für uns Segler und auch alle anderen noch geschlossen, was sollen wir also machen? PATCHWORK’X will bewegt werden und wir wollen segeln geh’n! Die Crew der Ostwind will morgen nach Wendtorf segeln. Wendtorf? … wollen wir da auch hin? Irgendwie hat es überhaupt keinen Reiz für uns. Am nächsten Tag legen wir um 1420 in Damp ab. Die Ostwind ist da schon seit knapp 2 Stunden unterwegs und hält tatsächlich auf Wendtorf zu. Julia und ich gucken uns an. Wir stellen uns wieder die gleiche Frage wie gestern: Wollen wir wirklich nach Wendtorf?? NEIN! Der Wind ist gut! 060° mit 07 kts, das Sperrgebiet vor Todendorf und Putlos nicht aktiv. Wir segeln heute nach Heiligenhafen, lautet unsere Entscheidung. „wohin, wenn nicht nach Dänemark …?“ weiterlesen

Himmelfahrt in Zeiten von Corona …

Es ist der 20.05.2020 Nachdem wir Feierabend machen konnten, schwangen wir uns zu viert in unser Auto und fuhren nach Damp. Warum nur zu viert, fragt ihr euch? Max schmiss schon am Dienstag die Leinen los. Zusammen mit einer Freundin segelte er das erste Mal alleine auf Schlei und Ostsee. In Damp angekommen, entluden wir zügigst das Auto und während ich es zum Parkplatz brachte, räumten Julia, Hannah und Paul schon alles ein. Somit konnten wir um 1755 noch ablegen und genossen 1,5 Std auf dem Wasser, bevor wir in Maasholm anlegten und einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen konnten.

Nach einem entspannten Frühstück, ging es am nächsten Tag um 1130 weiter. UnserTagesziel für heute hieß Gelting. „Himmelfahrt in Zeiten von Corona …“ weiterlesen

Sommerurlaub 2019 … Teil 10/10 Middelfart – Dyvig – Sonderborg – Damp “THE END”

Nach diesem fantastischen Ausblick tags zuvor, von der Alten Kleiner-Belt-Brücke, machten wir uns am 03.Aug.2019 um 0500 Uhr auf, um in die Dyvig zu kommen. Wir starteten also mit diesem grandiosen Sonnenaufgang dafür aber ganz ohne Wind.

Autobahnbrücke über den Kleinen Belt

Nur mit Motor ging es den Kleinen Belt entlang, unter der Alten Belt Brücke hindurch, die wir tags zuvor noch erklommen hatten, … „Sommerurlaub 2019 … Teil 10/10 Middelfart – Dyvig – Sonderborg – Damp “THE END”“ weiterlesen

Sommerurlaub 2019 … Teil 7/10 Helsingør – Anholt

23.Juli.2019 Es ist 0530 als wir ablegen. Die Kids schliefen noch unter Deck und das Wetter war nur mäßig. Der Himmel war grau in grau, es nieselte und der Wind kam aus einer anderen Richtung als vorhergesagt. Warum aber nun so früh? Das ist einfach zu erklären: Wir haben 61nm vor uns und unser Ziel heißt ANHOLT. Nachdem wir den Hafen verlassen hatten und die Segel gesetzt waren, merkten wir schnell: DAS wird ein anstrengender Törn. Der Wind wehte aus WNW-licher Richtung mit ca. 12-15kts. Aber was bedeutete das? Um aus dem Öresund rauszukommen mussten wir Kreuzen, leider hatte sich eine sehr unangenehme Dünung aufgebaut, sodass für unsere Kinder an Schlaf nicht mehr zu denken war. Nach ungefähr 13nm und 2 von 3 Kindern mit “grünen” Gesichtern, hegten wir den Plan den Kurs zu ändern, um Gilleleje anzusteuern. Doch was soll ich sagen: Trotz latenter Übelkeit aller Kids, beschlossen sie, dass unser heutiges Tagesziel weiterhin ANHOLT heißen soll. Zu unser aller Glück drehte der Wind auf 260 Grad und trieb uns fortan mit durchschnittlich 7,5kts Richtung NNW. Auch das Wetter wurde immer besser, die Sonne kam raus und begleitete uns auf unser Überfahrt. Mittlerweile, es war so um die Mittagszeit, erholte sich die Crew erst einmal bei einem Nickerchen von den morgendlichen Strapazen …..

Jetzt waren es nur noch 14nm bis zum Ziel. Am Horizont konnte man Backbord voraus langsam den Windpark Anholt Offshore erkennen und Steurerbord voraus, da trat schämenhaft die Silhouette von ANHOLT hervor. 🙂 Doch leider nahm der Wind immer weiter ab, sodass wir die letzten 10nm sogar motoren mussten.

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Sommerurlaub 2019 … Teil 3/10 Stralsund – Warnemünde – Kühlungsborn – Neustadt

08. Jul 2019: Tschüss Stralsund. Schön war es hier und wir kommen sicher mal wieder.

Stralsund

Um 1000 Uhr hieß es gemeinsam mit der Ostwind: Leinen los. Der Wind pustete mit guten 12-15 kts aus 300 Grad. Wir entschieden uns, erstmal nur mit der Fock für 4nm Richtung Norden zu segeln, denn ab da ging es durch das enge Fahrwasser, gegen den Wind, nach Barhöft. Der Wind frischte immer weiter auf und die Ostwind entschied sich gegen den Törn nach Warnemünde und machte in Barhöft fest. Im Nachhinein keine ganz schlechte Entscheidung, wie sich im Laufe der Überfahrt noch herausstellen sollte. Für uns aber ging es weiter durch die engen Fahrwasser der Boddenlandschaft, vorbei an der Südspitze von Hiddensee zurück auf die Ostsee. Die erwartete uns mittlerweile mit einem durchaus beachtlichen Seegang. Nun hieß es aber erstmal: Fock raus und Hiddensee querab nach Norden segeln, damit wir aus dem Fahrwasser kommen und unser Groß setzen können. Unser Plan war, so hoch am Wind wie möglich, bis zur Höhe der Ansteuerungstonne “Gellen” auf dem Steuerbordbug zu segeln. Eine Wende fahren, um dann am Darß vorbeizukommen. Leider war die See, der Wind und die Strömung nicht auf unserer Seite, sodass wir mit 5 Kreuzschlägen erst am Darß vorbeikamen. Die Wellen hatten mittlerweile eine Höhe von bis zu 3m und der Wind drehte immer weiter Richtung West, was für unseren Kurs Richtung Warnemünde echt suboptimal war. Das Großsegel wurde inzwischen im 2. Reff gefahren und unsere Bootspeed lag trotzdem bei guten 8,5 Kts! Die ein oder andere Welle kam dabei natürlich auch übers Schiff und so saß Julia nass und fröstelnd nahe der Sprayhood und ich stand wie ein begossener Pudel hinterm Steuerrad. Endlich kam Warnemünde in Sicht und die Sonne neigte sich langsam Richtung Horizont. In der Hafeneinfahrt vom Yachthafen Hohe Düne nahmen wir dann auch erst das Groß runter und klarierten das Schiff, um alles fürs Anlegen vorzubereiten. Um 2230 machten wir dann endlich nach 79nm an Steg C fest. Geschafft! Völlig kaputt fielen wir in unsere Koje.

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