Himmelfahrt in Zeiten von Corona …

Es ist der 20.05.2020 Nachdem wir Feierabend machen konnten, schwangen wir uns zu viert in unser Auto und fuhren nach Damp. Warum nur zu viert, fragt ihr euch? Max schmiss schon am Dienstag die Leinen los. Zusammen mit einer Freundin segelte er das erste Mal alleine auf Schlei und Ostsee. In Damp angekommen, entluden wir zügigst das Auto und während ich es zum Parkplatz brachte, räumten Julia, Hannah und Paul schon alles ein. Somit konnten wir um 1755 noch ablegen und genossen 1,5 Std auf dem Wasser, bevor wir in Maasholm anlegten und einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen konnten.

Nach einem entspannten Frühstück, ging es am nächsten Tag um 1130 weiter. UnserTagesziel für heute hieß Gelting. „Himmelfahrt in Zeiten von Corona …“ weiterlesen

Sommerurlaub 2019 … Teil 10/10 Middelfart – Dyvig – Sonderborg – Damp “THE END”

Nach diesem fantastischen Ausblick tags zuvor, von der Alten Kleiner-Belt-Brücke, machten wir uns am 03.Aug.2019 um 0500 Uhr auf, um in die Dyvig zu kommen. Wir starteten also mit diesem grandiosen Sonnenaufgang dafür aber ganz ohne Wind.

Autobahnbrücke über den Kleinen Belt

Nur mit Motor ging es den Kleinen Belt entlang, unter der Alten Belt Brücke hindurch, die wir tags zuvor noch erklommen hatten, … „Sommerurlaub 2019 … Teil 10/10 Middelfart – Dyvig – Sonderborg – Damp “THE END”“ weiterlesen

Sommerurlaub 2019 … Teil 7/10 Helsingør – Anholt

23.Juli.2019 Es ist 0530 als wir ablegen. Die Kids schliefen noch unter Deck und das Wetter war nur mäßig. Der Himmel war grau in grau, es nieselte und der Wind kam aus einer anderen Richtung als vorhergesagt. Warum aber nun so früh? Das ist einfach zu erklären: Wir haben 61nm vor uns und unser Ziel heißt ANHOLT. Nachdem wir den Hafen verlassen hatten und die Segel gesetzt waren, merkten wir schnell: DAS wird ein anstrengender Törn. Der Wind wehte aus WNW-licher Richtung mit ca. 12-15kts. Aber was bedeutete das? Um aus dem Öresund rauszukommen mussten wir Kreuzen, leider hatte sich eine sehr unangenehme Dünung aufgebaut, sodass für unsere Kinder an Schlaf nicht mehr zu denken war. Nach ungefähr 13nm und 2 von 3 Kindern mit “grünen” Gesichtern, hegten wir den Plan den Kurs zu ändern, um Gilleleje anzusteuern. Doch was soll ich sagen: Trotz latenter Übelkeit aller Kids, beschlossen sie, dass unser heutiges Tagesziel weiterhin ANHOLT heißen soll. Zu unser aller Glück drehte der Wind auf 260 Grad und trieb uns fortan mit durchschnittlich 7,5kts Richtung NNW. Auch das Wetter wurde immer besser, die Sonne kam raus und begleitete uns auf unser Überfahrt. Mittlerweile, es war so um die Mittagszeit, erholte sich die Crew erst einmal bei einem Nickerchen von den morgendlichen Strapazen …..

Jetzt waren es nur noch 14nm bis zum Ziel. Am Horizont konnte man Backbord voraus langsam den Windpark Anholt Offshore erkennen und Steurerbord voraus, da trat schämenhaft die Silhouette von ANHOLT hervor. 🙂 Doch leider nahm der Wind immer weiter ab, sodass wir die letzten 10nm sogar motoren mussten.

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Sommerurlaub 2019 … Teil 3/10 Stralsund – Warnemünde – Kühlungsborn – Neustadt

08. Jul 2019: Tschüss Stralsund. Schön war es hier und wir kommen sicher mal wieder.

Stralsund

Um 1000 Uhr hieß es gemeinsam mit der Ostwind: Leinen los. Der Wind pustete mit guten 12-15 kts aus 300 Grad. Wir entschieden uns, erstmal nur mit der Fock für 4nm Richtung Norden zu segeln, denn ab da ging es durch das enge Fahrwasser, gegen den Wind, nach Barhöft. Der Wind frischte immer weiter auf und die Ostwind entschied sich gegen den Törn nach Warnemünde und machte in Barhöft fest. Im Nachhinein keine ganz schlechte Entscheidung, wie sich im Laufe der Überfahrt noch herausstellen sollte. Für uns aber ging es weiter durch die engen Fahrwasser der Boddenlandschaft, vorbei an der Südspitze von Hiddensee zurück auf die Ostsee. Die erwartete uns mittlerweile mit einem durchaus beachtlichen Seegang. Nun hieß es aber erstmal: Fock raus und Hiddensee querab nach Norden segeln, damit wir aus dem Fahrwasser kommen und unser Groß setzen können. Unser Plan war, so hoch am Wind wie möglich, bis zur Höhe der Ansteuerungstonne “Gellen” auf dem Steuerbordbug zu segeln. Eine Wende fahren, um dann am Darß vorbeizukommen. Leider war die See, der Wind und die Strömung nicht auf unserer Seite, sodass wir mit 5 Kreuzschlägen erst am Darß vorbeikamen. Die Wellen hatten mittlerweile eine Höhe von bis zu 3m und der Wind drehte immer weiter Richtung West, was für unseren Kurs Richtung Warnemünde echt suboptimal war. Das Großsegel wurde inzwischen im 2. Reff gefahren und unsere Bootspeed lag trotzdem bei guten 8,5 Kts! Die ein oder andere Welle kam dabei natürlich auch übers Schiff und so saß Julia nass und fröstelnd nahe der Sprayhood und ich stand wie ein begossener Pudel hinterm Steuerrad. Endlich kam Warnemünde in Sicht und die Sonne neigte sich langsam Richtung Horizont. In der Hafeneinfahrt vom Yachthafen Hohe Düne nahmen wir dann auch erst das Groß runter und klarierten das Schiff, um alles fürs Anlegen vorzubereiten. Um 2230 machten wir dann endlich nach 79nm an Steg C fest. Geschafft! Völlig kaputt fielen wir in unsere Koje.

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Sommerurlaub 2019 … Teil 1/10 Damp – Rødby – Sassnitz

Am 28. Juni war es endlich soweit. Der letzte Arbeitstag war geschafft. Das Auto wurde mit all dem nötigen Zeug, für einen 6-wöchigen Segeltörn gepackt. SUP-Board, Aussenbord-Motor, Dinghy, Klamotten, ein paar Vorräte, sowie diversen Getränken.

Ja, ihr habt richtig gelesen: 6 Wochen sollten wir dieses Jahr am Stück frei haben. Die ersten 14 Tage waren wir nur zu zweit unterwegs. Unsere Kids werden ab dem 14.07. in Neustadt, für die kommenden 3 Wochen, zu uns an Bord kommen.

Also starteten Julia und ich am 29.06. in Damp. Die erste Etappe, mit dem großen Ziel Bornholm, sollte Gedser sein. Leider verließ uns der Wind Höhe Fehmarn, so dass wir uns entschlossen, Rodbyhavn anzusteuern. Für eine Nacht konnte man hier gut mal festmachen und in fußläufiger Entfernung gibt es auch einen kleinen Brugsen. Abends entschieden wir uns für einen “Frühstart” am nächsten Morgen. Gesagt, getan. Am 30.06. klingelte also der Wecker um 0400 Uhr. Gegen 0500 Uhr, dann mit Sonnenaufgang, hieß es: Leinen los und Segel setzen.

30.06.2019 05:55 Uhr

Das Ziel für heute: Sassnitz. Anfangs lief unsere Pacer 376 wie “geschnitten Brot”. Mit durchschnittlich 7,5kts SoG ging es an den Winparks Richtung Gedser vorbei. Nachdem wir die Kadetrinne gekreuzt hatten und Darßer Ort querab kam, konnten wir den Code0 setzen. Der Wind hatte zwischenzeitlich abgenommen und wehte nur noch mit 8kts. Bis zum Leuchtturm Dornbusch auf Hiddensee, ging es daher nur langsam voran. Als wir Kap Arkona näher kamen, nahm auch der Wind wieder zu. Aus 8kts wurden plötzlich 20kts. Der Code0 musste weg und zwar schnell. Kaum hatten wir das Tuch eingerollt, kamen auch schon die nächsten Böen mit über 27kts um die Ecke! Wir gingen also kurz höher an den Wind und fierten die Großschot, um das Großsegel zu reffen. Kaum waren wir damit fertig und fielen auf unseren Kurs raumschots ab, bliesen schon Böen mit bis zu 38kts in das Tuch. Für uns war klar, das Groß muss weg! Dies gestaltete sich dann aber ein wenig schwieriger, da wir mittlerweile eine See von ca. 1,5m hatten. Nachdem das Groß geborgen war, entschieden wir uns nach kurzer Fahrt unter Motor, doch die Fock auszurollen.

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